von Bettina Knauth
Die Geschichte der Mubarak-Kohl-Initiative (MKI) ist eine Erfolgsgeschichte der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit. Initiiert Ende 1991 vom ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak und dem damaligen deutschen Kanzler Helmut Kohl sollte die Initiatve die Berufsausbildung in Ägypten fördern, durch die Einführung einer speziell auf hiesige Verhältnisse zugeschnittenen Variante des dualen Systems. Ziel ist es seither, Arbeitskräfte entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und dem Bedarf der verschiedenen Wirtschaftsektoren nach qualifiziertem Personal auszubilden. Langfristig sollen dadurch sowohl die Konkurrenzfähigkeit der ägyptischen Wirtschaft gestärkt als auch die Berufsaussichten der Absolventen verbessert werden.
Auf dem Gebiet der beruflichen Bildung konnten in Ägypten in den zehn Jahren seit Beginn der MKI beachtliche Verbesserungen erzielt werden: Der Paradigmenwechsel von einer verschulten, praxisfernen Berufsausbildung zu einer dualen Berufsausbildung, die von der Wirtschaft organisiert wird und sich direkt am Bedarf orientiert, konnte durch das Projekt erfolgreich auf den Weg gebracht werden.
Seit fünf Jahren zeichnet sich von deutscher Seite Dr. Manfred Diehl als Programmleiter für berufliche Bildung und Wirtschaftsförderung sowie als Regierungsberater verantwortlich für MKI. Dr. Diehl blickt zurück auf eine 25-jährige Erfahrung in der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ); bevor er nach Ägypten kam, war er unter anderem in Indien, Indonesien und Algerien tätig. Sein ägyptischer Partner ist General Ali Ahmed Sayed. Der General war der Erste, der am 5. September 1993 vom Erziehungsminister für das Projekt benannt wurde. "Damals wusste ich noch nicht, wohin ich gehen und was ich tun sollte", erinnert er sich, "aber heute sind wir dabei, die meisten unserer Ziele zu erreichen." Besonders stolz ist General Ali Ahmed Sayed auf die Rückendeckung durch die ägyptische Privatwirtschaft: "Dass uns die Privatwirtschaft so stark unterstützt, das entspricht auch dem Konzept unserer deutschen Partner." Auch mit einem staatlichen Unternehmen sei durchaus eine gute Zusammenarbeit möglich, wie das Beispiel der Sugar and Integrative Industries Company zeige.
Was macht das Besondere am Konzept von MKI aus? Dr. Diehl erläutert: "Durch MKI werden die Theorie der Berufsschule und die Praxis in der Industrie zusammengebracht. Wer durch diese Ausbildung geht, hat Qualifikationen erworben, die direkt nachgefragt werden. Durch den Doppelabschluss, ägyptisches "Fachabitur" plus Facharbeiterabschluss, bekommt der Absolvent oder die Absolventin mit Sicherheit eine Anstellung." Die Leistung von MKI bestehe aber auch darin, eine Art "Ausbildungskultur geschaffen zu haben". Der Werdegang der beruflichen Bildung etabliere sich langsam als Alternative zum akademischen Werdegang, der nicht selten in der Arbeitslosigkeit ende. "Inzwischen gibt es bereits erste Success Stories von Leuten, die Karriere im Betrieb gemacht haben - ganz ohne Studium", berichtet Dr. Diehl. An manchen Stellen habe der Erfolg von MKI ein Umdenken bewirken können, wie er weiter erläutert: "Bevor wir hier anfingen, war es unvorstellbar, dass staatliche Einrichtungen mit der Wirtschaft zusammen arbeiteten. Die Kritik am Konzept von MKI lautete gar, dass die Bildung der Wirtschaft ausgeliefert werde, denn Bildung wird als Aufgabe des Staates angesehen. Dabei sollten staatliche Einrichtungen eher als Service für die Wirtschaft dienen. Ohne die Wirtschaft geht es nicht in der beruflichen Bildung." Dr. Diehl kritisiert in diesem Zusammenhang die veralteten Technischen Sekundarschulen (Technical Secondary Schools, TSS), deren Abschluss von den Betrieben nicht anerkannt werde, weshalb "diese Schulen allein für die Arbeitslosigkeit qualifizieren", wie er sagt. Dennoch begönnen jedes Jahr aufs Neue 1,6 Millionen Schüler und Schülerinnen ihre Ausbildung an diesen TSS. Der Berufsschulunterricht des dualen Systems wird dagegen von der Wirtschaft unterstützt und bedient sich moderner Unterrichtsmethoden und -stile.
Als der Experte von der GTZ nach Ägypten kam, sollte er die Mubarak-Kohl-Initiative aus dem Charakter eines Modellversuchs heraus heben, zu einem Programmpaket schnüren und in eine nationale Strategie für ein Berufsbildungsprogramm umwandeln, das eine Abkehr von Technischen Sekundarschulen hin zu beruflichen Teilzeitschulen (entsprechend den Berufsschulen deutscher Prägung) bedeutete. 30 Millionen Euro bisher hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit über die GTZ für MKI zur Verfügung gestellt. Auch die Europäische Union und die Weltbank unterstützen nun die Berufsbildung mit großen Vorhaben: EU-Gelder in Höhe von 33 Millionen Euro und ein Weltbank-Kredit über 10 Millionen US-Dollar stehen für eine Verbesserung der Ausbildung auf Seiten der Wirtschaft sowie für Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen bereit.
Dr. Diehl betont die Bedeutung des Zusammenspiels aller Beteiligten, der so genannten Stakeholder: Ohne die Kooperation aller Partner - Kammern, Wirtschaftsverbände und deren Unterverbände, die Investoren- und Wirtschaftsvereinigungen (Investors Associati-ons, Business Associations), Ministerien, aber auch Öffentlichkeit, Politik und Parlament - sei der Systemtransfer der beruflichen Bildung nicht möglich gewesen. "Die bisherigen Erfolge sind ausschließlich auf die aktive Mitwirkung der modernen Betriebe und ihrer Verbände zurückzuführen. Die Reformwilligkeit, Offenheit und Flexibilität der ägyptischen Regierung und der staatlichen Bildungseinrichtungen mit dem privaten Sektor zusammen zu arbeiten, sind ein weiterer wichtiger Beitrag und Garant für zukünftige Erfolge und Verbreitung", bilanziert Dr. Diehl. Das Zusammenspiel der verschiedenen Stakeholder sei zum Motor für Innovationen geworden, denn "der Staat ist gefordert, wo die Wirtschaft keine Luft hat zum Atmen".
Um MKI auf den Weg zu bringen, wurden drei Pilotprojekte in Tenth of Ramadan, Sixth of October und Sadat City in Angriff genommen und auf politischer Ebene das Supreme Steering Committee (SStC) gegründet. An dieser Steuerungseinheit waren alle Stakeholder beteiligt, Vorsitzender wurde der Erziehungsminister. Als Sekretariat des SStC fiel der Programme Policy Implementation Unit (PPIU) die Aufgabe zu, die Entwicklung des Berufsbildungssystems zu planen, steuern, überwachen und zu verwalten. Es galt gleichzeitig, die für das Duale System notwendigen pädagogischen, organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen und mit den verschiedenen Partnern abzustimmen. Der Direkter der PPIU und der deutsche Programmleiter arbeiten mit den Pilotprojekten bzw. deren Nachfolgern, den so genannten Dissemination Centers, eng zusammen, um auf zentraler wie lokaler Ebene für die notwendige Unterstützung durch Staat und Regierung zu sorgen. Zusätzlich gilt es, die Aktivitäten von PPIU mit den regionalen Einheiten (Regional Units for the Dual System, RUDS) abzustimmen, mit denen sich die Wirtschaft den Rahmen geschaffen hat für die Organisation des praktischen Trainings in den Betrieben. Daneben gibt es noch kammerähnliche Stellen, die Investors' Associations. Diese Business Clubs wurden im Zuge der amerikanischen Wirtschaftshilfe in den Neunziger Jahren als NGOs (Non-Governmental Organisations, Nicht-Regierungs-Organisationen) gegründet, als Alternative und Unterorganisation zu den noch heute staatlich geprägten Verbänden und Kammern. Erfahrungen in den Pilotprojekten nutzt die PPIU zur Anpassung des Berufsbildungssystems. Gleichzeitig dienen die Erfolge in den Projekten der PPIU als anschauliches Modell, um weitere Betriebe und Institutionen zur Beteiligung am Dualen System zu gewinnen.
Dual ist das System in mehrerlei Hinsicht: Zwei Partner tragen Verantwortung für die Berufsausbildung, der Staat und der Privatsektor. Die Lehrlinge werden an zwei Stellen ausgebildet, in den staatlichen Schulen und den privaten Betrieben. Staat und Privatwirtschaft teilen sich die Kosten. Regeln und Vorgehensweise werden zwischen den Partnern abgestimmt. Prüfungen und Zertifizierungen werden von beiden Partnern gemeinsam durchgeführt und vergeben. Ein Novum stellt der zum Ende der Ausbildung zusätzlich zum Diplom des Bildungsministeriums von der Investors Association ausgestellte "Facharbeiterbrief" dar, der von der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer gegengezeichnet wird. Diese Zertifizierung im Auftrag des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) soll auch internationalen Betrieben einen Anreiz zur Beteiligung bieten.
Keimzellen der Initiative waren die Pilotprojekte in den drei Satellitenstädten. An diesen neuen Industriestandorten konnte die PPIU am ehesten auf die Kooperation der Betriebe hoffen, die dringend Facharbeiter benötigten. Zudem verfügten die neu angesiedelten Betriebe über moderne Produktionstechniken und -anlagen. Wie funktioniert die Berufsausbildung nach deutschem Vorbild? Wie im Mutterland des Dualen Systems werden die Lehrlinge von den Firmen ausgesucht. Wer das Auswahlverfahren mit Eignungstest, Gesundheitsprüfung und Interview überstanden hat, bekommt einen Lehrvertrag. Gleichzeitig trifft der ausbildende Betrieb eine Vereinbarung mit der Berufsschule wegen der Freistellung der Lehrlinge für den Berufsschulunterricht. Je nach Branche und Betrieb bekommen die Lehrlinge von den Firmen zwischen 70 und 80 LE im ersten, 80 und 90 LE im zweiten und rund 100 LE im dritten Lehrjahr. Wenn nötig, werden zusätzlich Bekleidung und Schuhe sowie Transport bezahlt. Drei Jahre lang werden die Lehrlinge an zwei Tagen in der Woche theoretisch in der Berufsschule unterrichtet und an drei bzw. vier Tagen wöchentlich praktisch im Unternehmen ausgebildet. Rund 5000 Facharbeiter wurden bisher ausgebildet, die ersten Absolventen gab es 1998. Die meisten Ausbildungsgänge finden sich in der Industrie, vor allem Berufe wie Elektriker sowie verschiedene Arten von Techniker und Mechaniker werden hier gelehrt. Einen Schwerpunkt bildet auch die Textilindustrie, wo unter anderem Weber, Spinner und Appretierer ausgebildet werden. Berufsbilder im Hotel- und Gaststättenwesen (z.B. Koch/Köchin, KellnerIn, Housekeeper), im Gesundheitswesen (z.B. Krankenschwester, ArzthelferIn), in der Transportwirtschaft (Speditionskaufmann) und im Baugewerbe (z.B. Gas- und Wasserinstallateur, Klempner, Mauerer und Betonbauer, Tischler und Schreiner, Straßenbauer) runden das Spektrum ab. Nach Ende der Pilotphase wurde das Projekt ab Anfang 2000 sukzessive auf weitere Industriestandorte im Nildelta, am Suez Kanal, in Alexandria, Borg el-Arab und Oberägypten ausgedehnt. Einige Zahlen sollen den Erfolg des Programms belegen (in Klammern die Vergleichszahlen des Anfangsjahres 1995): Im Jahre 2003 durchlaufen 10 000 Trainees (220) die Berufsausbildung des Dualen Systems, 38 (2) Schulen mit 1500 (36) Lehrern sind beteiligt und 1000 (65) Betriebe in insgesamt 24 (1) Städten in 16 (1) Regierungsbezirken (Governorate) nehmen teil.
Bisher setzte die PPIU eher auf Qualität als auf Quantität. General Ahmed Sayed betont: "Es gibt noch viel zu tun." So gelte es mehr Industrien und Sektoren, wie z.B. den Tourismus und das Bankwesen, einzubeziehen und MKI auf weitere Regionen, z.B. verstärkt auf Oberägypten, auszudehnen. Auch das Handwerk habe man im Fokus, berichtet Dr. Diehl. Vielleicht können auch mit anderen Industrieverbänden ähnliche Erfolge erzielt werden wie mit der Federation for Building and Construction: Aufgrund der guten Zu-sammenarbeit mit dieser Organisation konnten bis heute 350 Betriebe zur Mitarbeit am Dualen System gewonnen werden (1995: 0).
Die für das Projekt Verantwortlichen verhehlen auch die Probleme nicht: Der Anteil der weiblichen Auszubildenden beträgt bisher lediglich 15 bis 20 Prozent. Das mag zum einen an den überwiegend eher technisch orientierten Ausbildungsgängen liegen. Aber auch Religion und Tradition spielen eine große Rolle in Ägypten. So berichtet General Ahmed Sayed von der anfangs mangelnden Resonanz der Hotelfachschule in El Gouna: Viele muslimische Eltern hätten es abgelehnt, ihre Töchter oder auch Söhne in diese Schule zu schicken, weil sie nicht wollten, dass ihre Kinder Alkohol an Gäste ausschen-ken oder Zimmer für Fremde aufräumen müssten. So besuchen heute überwiegend Kopten diese Schule. Andere Probleme entstünden, wenn es Frauen von zu Hause untersagt sei, in der zweiten Schicht zu arbeiten oder wenn Frauen darauf bestünden, auch bei der Arbeit an Maschinen Kopftuch zu tragen.
Die hohe Qualifikation der Absolventen bringt ebenfalls Probleme mit sich: Viele Betriebe schaffen es nicht, die ausgebildeten Kräfte zu halten, und sind deshalb frustriert. Die Koppelung zwischen beruflicher Bildung und Beschäftigung klappt nicht immer, weil der Doppelabschluss zum Hochschulstudium berechtigt, das immer noch als erstrebenswerteste Karriere gilt. Andererseits konkurrieren viele Firmen um die MKI-Absolventen und werben die Besten mit guten Verträgen ab. Dr. Diehl versucht den Betrieben nahe zu bringen, nicht die besten Schulabgänger eines Jahrgangs einzustellen (denn das werden wahrscheinlich die Ersten sein, die an die Uni abwandern). Auch ein Bonus für die Einstellung von Lehrlingen aus sozial schwächeren Familien oder die bevorzugte Ausbildung der Kinder von Mitarbeitern sind angedacht, von denen man sich erhofft, das sie eher dem Betrieb treu bleiben. Ein Unternehmen versucht Anreize für seine Mitarbeiter dadurch zu schaffen, dass es sie zur weiteren Ausbildung zum Partner nach Deutschland schickt. Ein weiteres Problem stellt der Militärdienst dar: Innerhalb von ein bis zwei Jahren nach ihrem Abschluss werden die Absolventen für durchschnittlich zwei Jahre eingezogen. Glück hat, wer dann in technischen Abteilungen seinen Dienst ableisten und seine Kenntnisse bewahren kann.
Ein akutes Problem stellt die wirtschaftliche Rezession dar. "Die trifft uns hart" lautet übereinstimmend das Urteil von Dr. Diehl und General Ahmed Sayed, die Betriebe seien derzeit weniger bereit, Lehrlinge zu nehmen. Doch beide Seiten hoffen darauf, die aktuellen wirtschaftlichen und andere Probleme zu überwinden. Die Laufzeit von MKI, die im März 2004 abläuft, soll um weitere vier Jahre auf 2008 verlängert werden. In dieser Zeit soll die Berufsbildung im nationalen Kontext verankert werden, in naher Zukunft hofft man, auf rund 50 000 Trainees jährlich zu kommen, wozu auch eine stärkere Kooperation zwischen den Fachministerien beitragen soll. Für die Regional Units (RUDS) gibt es Pläne auch über MKI hinaus: Als Dienstleistungsorganisationen der Wirtschaft könnten sie auch Consulting für andere Firmen übernehmen. Schon jetzt organisieren die RUDS Fort- und Weiterbildungskurse für Facharbeiter in den MKI-Schulen, für die sie Lehrer und Materialien stellen. So wird auch den Lehrern eine weitere Verdienstmöglichkeit in der Schule verschafft.
Die Mubarak-Kohl-Initiative ist ein langfristiges Projekt, angelegt auf mindestens 15 Jahre. "Man braucht einen langen Atem, deshalb sind wir Deutschen hier auch so beliebt", sagt Dr. Diehl. "Wir machen kein management by helicopter, fliegen nicht kurz ein, wirbeln Staub auf und fliegen wieder ab." Sein ägyptischer Partner bestätigt diese Aussage, sein Dank gilt den deutschen Kollegen: "Man merkt ihnen an, dass sie etwas für uns tun wollen, und das wird hier in Ägypten sehr genau registriert", beobachtet General Ahmed Sayed. Die Verantwortlichen von MKI arbeiten weiter daran, Praxisbeispiele und institutionelle Voraussetzungen zu schaffen sowie politische Rahmenbedingungen mit zu beeinflussen, dazu gehören etwa die Finanzierung, die Rechtsprechung, und das weite Feld der Verordnungen und Anerkennungen. Am Ende soll der "Quantensprung" vollzogen sein, wie es Dr. Diehl ausdrückt: MKI soll irreversibel institutionalisiert und rechtlich abgesichert sein. Das eingeführte System der Berufsausbildung soll sich als System weiterentwickeln können und von den Ägyptern weitergeführt werden, "auch wenn wir uns eines Tages aus der Macherrolle herausziehen", sagt Dr. Diehl. Die Berufsausbildung soll gesellschaftlich aufgewertet werden und sich als Alternative zur akademischen Bildung etablieren: "Wer sich heute einen Partner sucht, wird immer einen Mann mit Hochschulabschluss einem Facharbeiter vorziehen, auch wenn der Uniabsolvent arbeitslos ist und sich mit Taxifahren über Wasser hält, während der Facharbeiter über ein solides Einkommen verfügt. Das wollen wir ändern."
Auch wenn sich das Bewusstsein über den Wert einer Berufsausbildung noch nicht überall durchgesetzt hat und der "Quantensprung" noch nicht vollzogen wurde: Die Mubarak-Kohl-Initiative hat nach Vorbild des deutschen dualen Systems die berufliche Bildung in Ägypten verbessert. Die Wirkung des Reform-Konzepts geht aber weit über die berufliche Bildung hinaus. Privatisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung der nationalen Wirtschaft wurden gleichzeitig voran getrieben. MKI stellt ein gutes Beispiel dar für eine erfolgreiche deutsch-ägyptische Kooperation, ein Beispiel, dessen guter Ruf weit über Ägypten hinaus geht und das nun auch in anderen Ländern eingeführt werden soll.